Nach Absage des Sparkassen-Cups: Erstmal virtuelle Läufe

26. 05. 2020
Hoffnung auf den Herbst

Nach der Absage der 16. Auflage des Sparkassen-Cups finden im Juni in Gehrde und in Grafeld zunächst zwei virtuelle Läufe statt. Organisator Franz-Josef Dirkes hofft, dass die weiteren Einzelläufe im Herbst mit bestimmten Bedingungen über die Bühne gehen können.

 

Der 12. März 2020 wird vielen Sportlern in Erinnerung bleiben. Ab jenem Donnerstag hagelte in vielen Sportarten aufgrund des Coronavirus Absagen. So auch im Laufsport. Mit dem Haselauf des TuS Bersenbrück am 14. März sollte die 16. Auflage des Sparkassen-Cups starten. Doch kurz zuvor machte Corona dem Auftaktlauf einen Strich durch die Rechnung. "Die Bersenbrücker waren euphorisch und hatten bereits alles vorbereitet. Wir standen ständig in Kontakt, mussten dann aber die Reißleine ziehen", sagt Dirkes, der 2005 die Idee für die Laufserie hatte.

 

Fünf Läufe abgesagt

In zwölf Wertungsläufen von März bis November sollten erneut die besten Läuferinnen ermittelt werden. Doch daraus wird in 2020 nichts. Mit Bersenbrück wurde der Frühlingslauf in Badbergen gleich mitabgesagt, der eigentlich am 21. März stattgefunden hätte. Auch der Volkslauf in Eggermühlen (11. April), der Dorflauf in Ankum (25.April) und der Abendlauf in Neuenkirchen (8. Mai) fielen aus.

 

E-Mail als virtueller Zieleinlauf

Das nächste Kreuz im Terminkalender wäre "Gehrde läuft...!" am 5. Juni gewesen. Als Alternative steigt dieser Lauf nun vom 5. bis zum 7. Juni als virtueller Gehrder Sparkassenlauf. Um daran teilzunehmen, können sich Interessierte bis zum 3. Juni kostenlos anmelden und einen Lauf zum Beispiel auf der Trainingsstrecke oder auf dem Laufband über 10,4 Kilometer (Hauptlauf), 5,2 Kilometer (Jedermannlauf) oder Schülerlauf (2,2 Kilometer) absolvieren. Das virtuelle Ziel ist erreicht, wenn ein Bild mit Zeit, Strecke und Ort sowie dem Namen oder der Startnummer bis zum 10. Juni per E-Mail an   geschickt ist.

 

Grafeld 2019Die gleichen Bedingungen gelten beim virtuellen Grafelder Sparkassenlauf vom 12. bis 14. Juni, der anstelle des Grafelder Volkslaufes stattfindet (12. Juni). Allerdings sind die Strecken des Hauptlaufes (12 Kilometer) und des Jedermannlaufes (6 Kilometer) etwas länger, und die Teilnahme kostet 5 Euro. "Das Startgeld ist aber für einen guten Zweck. Es geht komplett als Spende an den Heilpädagogischen Kindergarten in Bersenbrück", sagt Dirkes, der sich zudem über die Verbundenheit der Läuferinnen und Läufer zur Serie freut. "Wir hatten 230 Teilnehmer, die sich mit einem Abo für alle Läufe angemeldet haben. Wir konnten fast alle aufs nächste Jahr übertragen. Das ist eine super starke Geste. Dafür möchte ich ein großes Dankeschön aussprechen."

 

Hoffnung auf den Herbst

Seine Hoffnungen legt Dirkes nun auf den Spätsommer beziehungsweise auf den Herbst. Nach den Sommerferien wäre der Volkslauf in Kettenkamp am 28. August eigentlich als nächster Wertungslauf an der Reihe. "Wir wollen im Juli miteinander sprechen und eine Lösung finden", sagt der 60-Jährige. Für die weiteren Läufe in Quakenbrück (Haserun, 5. September), in Alfhausen (Bullermecklauf, 19. September), in Fürstenau (Herbstlauf, 7. November) und in Berge (Adventslauf, 21. November) sei es denkbar, die Veranstaltung mit begrenzter Teilnehmerzahl durchzuführen und die Läufe zu splitten, wenn es erlaubt würde.

 

Keine Siegerehrung

Auch die Gesamt-Siegerehrung am 28. November wird es nicht geben. Anlässlich seines 125-jährigen Bestehens hätte der TuS Bersenbrück diese ausgerichtet. Der Verein möchte an diesem Termin den im März ausgefallenen Haselauf  nachholen.

 

NOZ  von Christoph Schillingmann 

 

Foto: Gehrde läuft...!